Position und Praxis



Die künstlerische Praxis von Darko C. Nikolić arbeitet an den Voraussetzungen
von Urteilskraft. Ausgangspunkt ist klare Empfindung als Grundlage von Wahrnehmung und Erkenntnis.






Die Werke öffnen gezielt gestaltete kontemplative Resonanzräume.
Form, Farbe und Struktur sind so angelegt, dass sie innere Bewegung anstoßen und Aufmerksamkeit nach innen lenken.


Diese innere Resonanz bildet den Gegenstand der künstlerischen Arbeit.



Die Arbeit folgt einem zyklischen Modell, dem Circle of Exploration and Creation.
Forschung und Gestaltung bilden dabei einen fortlaufenden Zusammenhang.


In experimentellen Forschungszyklen erarbeitet der Künstler gezielte Gegenüberstellungen. Farbe und/oder Form werden in reduzierter
Weise einander gegenübergestellt. In maximaler formaler Reduktion unter-
sucht er grundlegende Wirkungsweisen bestimmter Themen.



Power of Lines ist ein Beispiel für eine Forschungsreihe zum Thema der Wirkkräfte von Linien.




Hierfür stellt er zwischen zehn und fünfzig Strukturen nebeneinander,
um Bedingungen sichtbar zu machen. Die Forschungszyklen sind jeweils
als vollständige Werke ausgearbeitet.

Aus diesen Zyklen entwickelt er Kompositionen, die gewonnene Erkenntnisse weiterführen und verdichten. Die aus den Kompositionen
entstehenden Fragestellungen nach weiteren Wirkungslogiken bilden
wiederum häufig die Grundlage neuer Forschungszyklen.



In Quarter wird die Verbindung zum vorgelagerten Forschungszyklus deutlich.





So entsteht eine zusammenhängende Werkstruktur, die sich aus sich selbst heraus entwickelt und in ihren Teilen aufeinander bezogen ist.

Die künstlerische Praxis erstreckt sich auf
Malerei, Skulptur, Installation und Wandbild.